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kleinStadtgespräche 2013

In diesem Jahr schädigten negative Schlagzeilen in den Medien das Image des Kleinbasels. Dies nehmen wir zum Anlass, zusammen mit Reh4, mozaik, Planet 13, Restaurant Feldberg und dem NQV Unteres Kleinbasel Phänomene des Zusammenlebens im Kleinbasel öffentlich zu diskutieren und positiv auf unser Lebensumfeld einzuwirken. 

Die kleinSTADTgespräche finden jeweils am 19.00 Uhr im Restaurant Feldberg statt:

Wir laden Sie ein, mit uns für konkrete Probleme Lösungsansätze zu finden.


Das vierte «kleinStadtgespräch» 2013

Fühlen Sie sich sicher an der Klybeckstrasse?

Wir nutzen die öffentlichen Räume nicht nur für den Weg von A nach B, sondern auch bewusst zum Verweilen, zum  Essen,  als Treffpunkt, zum Pause machen und für vieles mehr.

Der „Pocketplatz“ vor der Sozialhilfe an der Klybeckstrasse 15 lädt mit seinem mit Bäumen und Bänken zum Verweilen ein. Von Anwohnenden erreichten uns allerdings immer wieder Meldungen über bedrohliche Situationen auf dem Heimweg. Verunsicherte Mieter zogen bereits aus. Unsicherheitsgefühle bei Passanten/innen machen sich vor allem in der Dunkelheit breit. Es fehle die soziale Kontrolle. Die zugeklebte Schaufensterfront sei abweisend, schaffe dunkle und bedrohlich wirkende Orte, die aufgrund der unter den Arkaden parkierten Autos auch noch uneinsehbar seien. All dies verstärkt das Unsicherheitsgefühl.

Wer ist zuständig für den öffentlichen Raum?

Dies diskutiert das Quartier am

IV. "kleinStadtgespräch" im Restaurant Feldberg  am 24. April 2013 um 19 Uhr: 

Bänkli vor dem Sozialamt - Absitzen unerwünscht?

Wie gehen wir mit der Nutzung von Öffentlichem Raum um? Wer hat die Verantwortung?

Gäste:
Peter Gautschi, Kantons- und Stadtentwicklung, PD
Mittler im öffentlichen Raum, Gesundheitsdienste Abteilung Sucht
Planet 13
Michel Steiner, Gassenarbeit Schwarzer Peter
Pascal Biedermann, Verein unterdessen (Zwischennutzungen)
Laura Pregger, Depot Basel
Sibylle Ott, Künstlerische Leitung Wildwuchs Festival
Christoph Moerikofer, Schauspieler, Störmobil
Cornelia und Markus Knöpfli, Pic-Nic am Hammerplätzli
Grossrat Felix Eymann, LDP
Grossrätin Tanja Soland, SP
Karl Linder, Grünliberale Partei
Nicole Tschäppät, Anwohnerin
Daniel Bachmann, Präsident Guggemusig Mohrekopf

Gastrobetreiber, Hausbesitzer, Anwohnerinnen, Passanten

Medieninformation kleinstadtgespräch 4 Klybeckstrasse Absitzen unerwünscht 24.04.2013


Das dritte «kleinStadtgespräch»

Claramatte - Veranstaltungen auf dem Kinderspielplatz. Nutzung und Belegungsplan.

Die Claramatte ist ein beliebter Spielplatz und Treffpunkt für Kinder und Familien im Kleinbasel. Die Allmendverwaltung bemüht sich gemeinsam mit dem Verein Claramatte um einen Interessensausgleich zwischen der Belegung mit Events und der Alltagsnutzung. Trotzdem haben im letzten Jahr die Klagen wegen stets wachsender Belegung mit lärmigen Veranstaltungen zugenommen.

Am dritten kleinStadtgespräch beschrieb…

der Verein Claramatte die Nutzung der  Claramatte als besonders  familiär und quartierbezogenen. Die Verschiebung von Veranstaltungen vom Kasernenareal auf die Claramatte habe bereits begonnen. Sie bitten darum den Kindern in jedem Fall den Vorrang zu geben und finden die aktuell schon stattfindenden  Veranstaltungen, vor allem, wenn es sich um externe Veranstalter handelt, als unnötig.

Sandro Bernasconi, Kaserne Basel  wirbt um die Einsicht, dass Rock n Roll nicht Lärm ist, sondern laute Musik, die durchaus viele Anhänger/innen auch aus dem Quartier hat. Als oft unter Beschuss geratener Veranstalter des Open Airs  auf dem Kasernenareal bemüht er sich mit dem Treffpunkt Kaserne um den Einbezug der Familien und Kindern. Gerade ein Openair ist familienfreundlich, mit Kinderaktionen und Kinderkonzerten schaffen sie es eine Veranstaltung für alle zu kreieren.  Aber auch dieses Vorgehen braucht die nötige Akzeptanz der Anwohner/innen und Amtsstellen. In diesem Jahr wieder am Wochenende vom 9-10. August 2013.

„Musik oder Lärm - Lärm ist das Geräusch der anderen“, meint Herr Hofer, Amtsleiter Amt für Umwelt und Energie und beschreibt die Schwierigkeit der Verwaltung, es eben nicht allen Recht machen zu können.

Niklaus Hofmann, Leiter Allmendverwaltung und Marc Keller, Kommission Nutzung öffentlicher Grund (KVöG) waren sich einig, dass der bereits eingeführte Bespielungsgsplan ein gutes Beispiel  ist für den Interessensausgleich zwischen Veranstalter und Quartiernutzung. Mit dem Nörg (Gesetz über die Nutzung des öffentlichen Raumes) soll nun die Praxis auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden, was auch für die Veranstalter höhere Planungssicherheit bringen soll. Es ist der Verwaltung ein Anliegen die Nachbarn an der Regelung der Bespielung eines Platzes zu beteiligen und gemeinsam die Orte zu entwickeln.

Wenn nachts die familiären Nutzungen auf der Claramatte nachlassen, findet dort Prostitution oder Drogenhandel statt. Dies wird von Grossrat André Auderset nicht gerne gesehen und er schlägt vor auch dort eine „Buvette“ einzurichten, die mit der nächtlichen Belebung  zur Sicherheit der Claramatte beitragen würde.

Andreas Hanslin, Leiter Robi-Spiel-Aktionen, teilt mit, dass aktuell bereits eine Kindertankstelle (best practice) auf der Claramatte betrieben wird und neu eine Ausweitung der  Präsenzzeiten in die Ueberlegungen einfliessen und sie mit der Allmendverwaltung über mögliche Optionen verhandeln. Dabei scheint es aber finanzielle Probleme zu geben, da der Verein Robi-Spiel-Aktionen vom Erziehungsdepartement für mobile, aufsuchende Kinderarbeit subventioniert wird und keine Gelder für die weitere Aufgaben im Sozialraum zur Verfügung stehen.

Eine weitere Forderung geht in Richtung Politik. Die Allmendgebühren der Veranstalter  sollen wieder  dem Quartier, den Anwohnenden und dem Platz  zugutekommen  (Analog Mehrwertabgabefonds). So könnten die Betroffenen ihre Phänomene im und um die Claramatte selber zu managen beginnen.

Vorgeschlagen wurde auch, dass die Allmendverwaltung oder die KVöG neue Veranstaltungsorte erschliesst. Der Wasserturm oder  die Wiese bei der Steinenschanze sind bisher ungenutzte Orte. Dort könnten auch Veranstaltungen stattfinden. Durch eine  bessere Verteilung der Events kann  der bestehende Nutzungsdruck durchaus gesenkt werden.

Visionen und Lösungsansätze aus der Versammlung:

  • Belebung und soziale Kontrolle mit Buvette: Buvette zur Lärmminderung
  • „Kindertankstelle Plus“ – Robispielaktionen in Verhandlung mit AV. Plus für zeitliche Erweiterung des Angebotes in den Abend, Zielgruppe: weiterhin Familienorientiert
  • Behörden abschaffen: hört auf mit der Juristerei!
  • Abgabe für Veranstaltungen, die wieder dem Quartier/den Anwohnern/den Quartierinstitutionen und -organisationen zurückgeführt werden (Analog Mehrwertabgabefonds)
  • Vision: Claramatte Oase für Kinder tagsüber, Oase für (erwachsene) Anwohner (Buvette, Grillieren) abends
  • Kritik dem Allheilmittel Buvette: Gastronomen sollen in Problemsituationen Gradestehen, werden aber mit Auflagen eingedeckt
  • bessere Verteilung der Veranstaltungen in Gesamtbasel
  • Vorschlag: die kleineren Veranstaltungen in der Innenstadt zulassen und die grösseren an die Peripherie, die können sich auch mehr leisten

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Das zweite «kleinStadtgespräch»

Littering an der Feldbergstrasse und illegale Abfallentsorgung im Kleinbasel

Die zunehmende Beanspruchung des öffentlichen Raumes sieht man auch an der Verschmutzung von Strassen und Grünanlagen. Obwohl die Allmend und Parkanlagen uns allen „gehören“, halten wir sie nicht sauber. Warum fällt uns Littering so leicht und mit welchen Folgen? Studien haben gezeigt, dass Unordnung ein Gefühl von Unsicherheit erzeugt und Unsicherheit wiederum fördert Vorurteile. Aufgrund dieser Erkenntnisse darf uns das zunehmende Littering an der Feldbergstrasse, illegal deponierter Sperrmüll, Abfall bei den Glascontainern oder zur falschen Zeit auf die Strasse gestellte Bebbisäcke nicht egal sein.

Gemeinsam mit dem Leiter der Stadtreinigung Alexander Isenburg, dem Leiter der Abteilung Abfall Martin Lüchinger und dem Abfallkontrolleuer Martin Spycher wollen wir dem Phänomen Abfall nachgehen. Wir erfahren, wer die Spuren von Partys und Grillgelagen beseitigt, wen die Abfalldetektive wirklich erwischen und dass, wer Pet verkauft, die Petflaschen auch wieder zurücknehmen muss. Zudem werden André Auderset, Grossrat Kleinbasel LDP, Katharina Zaugg, Ethnologin und Inhaberin der Putzschule Basel sowie Hausbesitzer/innen, Hauswarte, Laden- und Gastrobetreiber  mit der Moderatorin Martina Rutschmann ihren Umgang mit dem Dreck in den Strassen diskutieren.

Der Umgang mit Abfall, ein Thema so vielfältig wie unser Quartierbevölkerung und deren Meinung dazu...

Der Leiter der Abteilung Abfall Martin Lüchinger und der Abfallkontrolleuer Martin Spycher zogen mit seit Oktober über 50 ausgeteilten Bussen eine positive Bilanz. Da die AnwohnerInnen vor allem nächtliche Entsorgungs- und Urinier-Aktivitäten beschrieben, scheinen die Kontrolleure dennoch vor schier unlösbaren Problemen zu stehen. Besser sei es, einen Wettbewerb für die sauberste Strasse auszuschreiben oder ein gemeinsames Putzen zu organisieren, fanden einige Gäste im Feldberg. Freiwillige werden also mit Hilfe der Stadtreinigung voraussichtlich Ende April die Feldbergstrasse gemeinsam wischen. Interessierte Mitputzende melden sich bitte im STS unter hallokleinbaselorg

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Medienberichte

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