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kleinStadtgespräche 2018

Zwölftes kleinStadtgespräch: Der Landhof ist kein Parkplatz

Am "kleinStadtgespräch" diskutierten im SUD, Burgweg die Vertreter der «IG Quartierparking Landhof – Nein!“ mit Herrn Regierungsrat Wessels, den beiden Investoren, die das Parking bauen sowie den Befürwortern die Vor- und Nachteile eines Parkhauses unter dem Landhof.

Ob es nun genügend oder zu wenig Parkplätze im Wettstein gibt, darüber bestehen weiterhin unterschiedliche Ansichten. Breite Zustimmung gab es aber für die Feststellung, dass es nicht nur ein Parkplatz-, sondern ein Verkehrsproblem sei, nämlich der Suchverkehr der Gäste, Pendler und Besucher. In dem Zusammenhang wurde auch der Verdacht geäussert, dass mit dem Parking mehr Verkehr im Quartier entstünde: die 200 Autos, die unter die Erde kommen, schaffen oberirdisch Platz für weitere und das zieht zusätzlichen Verkehr an. Denn auf die Aufhebung von oberirdischen Parkplätzen, wie sonst üblich bei Erstellen eines Quartierparkings, will der Regierungsrat in diesem Fall verzichten.

Aber nicht nur diese Entscheidung stand bei der Diskussion in der Kritik, sondern auch die Bezuschussung mit 1,7 Mio CHF aus dem Pendlerfonds. Die Gelder sind zweckgebunden für Projekte, die dauerhaft Verkehrsaufkommen und Parkierungsdruck reduzieren sollen. Diese Zielsetzungen sehen die Gegner im Fall des Quartierparkings nicht erfüllt und verurteilen den Missbrauch. Die Befürworter halten dagegen, dass mit den Verdichtungen wie Riehenring 3, Rocheentwicklung der Bedarf an Parkplätzen weiterhin steige und somit ein Parking eine Entlastung für das Wettstein darstelle.

Als Lösungsansätze diskutierte man Möglichkeiten zur Steuerung des Pendlerverkehrs  wie Roadpricing, teurere Tages- und Pendlerkarten oder nach Belastung des Quartiers preislich differenzierte Parkkarten. Denn nicht nur im Wettstein bestehen Pendlerbedingte Engpässe und somit müsse man allgemeiner ansetzen. Ausserdem forderte man mutige und visionäre Verkehrskonzepte – dafür seien die Regierung gefragt, wie auch ein Umdenken und Anpacken der BewohnerInnen bspw. Carsharingmodelle.

Presse: bzBasel, Tageswoche