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Runder Tisch Klingental

Ein weiterer Brennpunkt  ist seit 2009 das Sexgewerbe im Altstadtquartier. Angesichts des Nichteinhaltens der Toleranzzone am Klingentalplatz vermittelten wir zwischen AnwohnerInnen, der Verwaltung und den Gewerbetreibenden rund um das Hotel Balade.
Es gilt die Wohnqualität im Blick zu behalten und Lösungen für eine Co-Existenz zwischen Milieu und Bewohnerschaft zu finden.

Leider wurde bei der Gestaltung, der Nutzung zu wenig Beachtung geschenkt, was den Unterhalt des Klingentalplatzes recht schwierig gestaltet. Seit der ersten Sitzung im 2009 wurde der Unterhalt verbessert. Es wurden mehrere Tonnen Splitt und duzende Pfosten ersetzt oder erneuert.

Inzwischen hat der massive Zuwachs der Strassenprostitution sowie die Nichteinhaltung der Grenze der Strassenstrichzone die Gestaltungsprobleme komplett verdrängt. Der Arbeitsweg der Prostituierten von der Liegenschaft Klingental 18 geht direkt über den Klingentalplatz: Belästigungen der Gäste des Balade und der Anwohnenden hat massiv zugenommen und wird seit 2010 erfolglos thematisiert. Die Sexarbeiterinnen bieten ihre Dienstleistungen äusserst offensiv an, besetzen Hauseingänge und lassen sich auch durch Polizeikontrollen und Bussen nicht vertreiben.   

Im gleichen Zeitraum erarbeitete Basel-Stadt für den öffentlichen Raum in der Basler Innenstadt ein übergeordnetes Entwicklungskonzept: So die Basler Innenstadt autoarm und aufgewertet. Die Anwohnenden fragen sich nun, ob es zeitgemäss ist, in der aufgewerteten Innenstadt den Strassenstrich zu tolerieren.

Die «Verkehrsberuhigung» wird ab 5. Januar 2015 umgesetzt. Die Beteiligten am Runden Tisch Klingental beobachten gespannt die Auswirkungen.

Petition gegen Strassenprostitution ausserhalb Toleranzzone

Die Petition will eine Ausweitung der von den Behörden festgelegten Zone der Strassenprostitution und eine Verslumung des Gevierts in der Kleinbasler Altstadt verhindern.  Während 24 Stunden halten sich die Frauen auf den genannten Strassen und Plätzen auf und werben intensiv -  teilweise auch sehr aggressiv - Anwohnende, Hotelgäste und Passanten an. Angezogen wird eine Kundschaft, die durch Gegröle, Urinieren, dem Verrichten der Notdurft sowie Vandalismus eine zusätzliche übermässige Belastung für Anwohnende, Gäste und Gewerbetreibende ist.

Medienmitteilung Petition 17.12.2015

Petition

Toleranzzone wird markiert

Angeregt aus der Bevölkerung haben das Justiz- und Sicherheitsdepartement sowie das Bau- und Verkehrsdepartement entschieden, die Begrenzung der Toleranzzone im Kleinbasel auf den Trottoirs zu markieren.
Die neue Markierung wird gerade in Zeiten sehr hoher Fluktuation im Rotlicht-Milieu ortsunkundigen Prostituierten helfen, die Grenzen der Anwerbezone einzuhalten. Diese kleine Massnahme illustriert beispielhaft, wie staatliche und private Fachstellen im Kanton Basel-Stadt vernetzt und lösungsorientiert den Herausforderungen des Rotlicht-Milieus begegnen.

Medieninformation JSD