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§55_43 Klybeckplus

Für das bisher unzugängliche Firmenareal von BASF und Novartis im Klybeck werden Vorstellungen für eine weitere Entwicklung gesammelt. Da nur noch wenige Teile des Areals in Betrieb sind, werden andere Nutzungen möglich. 2016 haben sich daher die Grundeigentümer BASF und Novartis mit dem Kanton zusammen auf Ziele und ein gemeinsames Vorgehen zur Arealentwicklung geeinigt.

Die erste Planungsphase wurde mit der Durchführung einer städtebaulichen Testplanung 2016 eingeleitet und begleitet mit einem Beteiligungsverfahren (siehe unten). 

In der zweiten Planungsphase wird ein städtebaulicher Richtplan für Klybeck-Kleinhüningen erarbeitet. Hierfür ist die Synthese der ersten Planungsphase noch zu Vertiefen und einzuarbeiten. Der Stadtteilrichtplan ist behördenverbindlich. Mit der Erarbeitung wird voraussichtlich Ende 2018 begonnen.

Auf der Website klybeckplus können Sie wichtige Informationen wie Planungsvereinbarung, Planungsphasen und Protokolle der Beteiligungsveranstaltungen einsehen und herunterladen. 


Beteiligung zur Phase 1 (Testplanung)

Begleitend zur Testplanung läuft ein Mitwirkungsverfahren. Am 24. September 2016 hat die erste Beteiligungsveranstaltung stattgefunden: 150 Personen haben Anregungen und Ideen zur Arealentwicklung den Verantwortlichen mitgegeben. Die Resultate der Beteiligung bildeten eine Grundlage für die Testplanung 2016/17. 

Die Ergebnisse aus der Testplanung wurden am 17. Juni 2017 im Rahmen der zweiten Beteiligungsveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 180 Interessierte kommentierten und diskutierten die Ergebnisse der Testplanung.
Vier verschiedene Teams aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Städtplanern haben im letzten ¾ Jahr einen städtebaulichen Entwurf erarbeitet, wie das Industrieareal Klybeck transformiert werden könnte. Der Ideenbogen der Entwürfe reichte von einer Kulturachse entlang der Mauerstrasse mit Eventplattform über dem Rhein, über ein hochverdichtetes 24-Stunden-Quartier an der Dreirosenbrücke, die Vergrösserung des Horburgparks bis zu einer Grünstruktur als tragendes Gerüst der Entwicklung mit einem zentralen Klybeckplatz. Erste Eindrücke und Informationen findet man hier.

Mit den Inputs wurde bis zum Herbst 2017 eine Synthese erarbeitet - das Thema für an der dritten Beteiligungsveranstaltung, Dienstag, den 19. September 2017. 


«Zukunft.Klybeck: Wir bleiben dran!» Eine Initiative aus dem Quartier

Mitmachen erwünscht! Mit dem Spirit der ersten Beteiligungsveranstaltung haben sich Leute zusammengefunden, die sich vertieft mit Klybeckplus und den Entwicklungsmöglichkeiten ausenandersetzen. Der Verein Zukunft.Klybeck tauscht sich über Visionen & Ideen und die Entwicklung von entsprechenden Forderungen zur Umsetzung aus. Mit ihrem Aufruf zum Mitmachen wendet sich die Gruppe an alle Interessierten.
Wer sich ebenfalls engagieren und äussern möchte oder einfach informiert sein will, was für Ideen und Impulse entstehen, tritt auf Facebook der Gruppe «ZukunftKlybeck: Wir bleiben dran!» bei oder schickt eine Mail an infozukunftklybeckch.

Die Überlegungen und Ideen, die im Rahmen eines dreitägigen Workshops (HackKlybeck) gesammelt wurden, stellte der Verein ZukunftKlybeck  an der zweiten Beteiligungsveranstaltung im Juni 2017 vor: Partizipation in allen Phasen, Entwicklung in Eigenverantwortung und Mut zu einem Laboratorium und einem offenen Ergebnis.


«Ein Quartier für die Menschen» - Resultate der Befragung des Stadtteilsekretariates Kleinbasel

Anfang September 2016 befragten wir vom Stadtteilsekretariat Kleinbasel in der Inselstrasse im Klybeck die Menschen vor Ort zu ihrem Quartier und ihren Anliegen zur Arealentwicklung  «klybeckplus».

Insgesamt 86 Passanten, vorwiegend mittleren Alters und zum Teil langjährige Bewohner von Klybeck-Kleinhüningen, gaben Auskunft. An ihrem Quartier schätzen sie das günstige Wohnen, das grosszügige Denken und die Nähe zu Rhein, Wiese und Deutschland sowie Angebote wie Aktienmühle und Hafennutzung. Die Entwicklung der letzten Jahre wird von einigen mit «zu viele Kulturen, zu viele Kranke, zu viele Baustellen» zusammengefasst. Es gibt den Ruf nach mehr Sauberkeit, Sicherheit, Grünräumen und Treffpunkten.

Ein grosses Anliegen im Zusammenhang mit der Entwicklung «klybeckplus» ist die Entstehung von neuem Wohnraum verschiedenster Ausprägung. Bei den Freizeitangeboten stehen Schwimmen und Fussball prominent auf der Wunschliste. Zudem soll der Stadtteil zugängliche Werkstätten, Mehrzweckhallen und Raum für laute Vergnügen wie Partys bieten.
Grüne, unterschiedlich nutzbare Flächen scheinen einem zentralen Bedürfnis zu entsprechen. Die meisten Befragten wollten die Industriebauten auf dem Areal zur Umnutzung erhalten. Kleingewerbetreibende sind, im Gegensatz zu neuen Shoppingcenters, willkommen. Angestrebt werden soll ein Mix von Nutzungen und Leuten. Der Mensch soll als Mass dieser Stadtentwicklung dienen. So ist neben «genügend Parkplätzen» vor allem auch der Langsamverkehr zu fördern.
Das Projekt «klybeckplus» darf weder Gentrifizierung noch Ghettoisierung zur Folge haben. Die vollumfänglichen Ergebnisse der Befragung können Sie hier nachlesen.