Hundespielzonen im Kleinbasel

Hunde brauchen Auslauf

Die soziale Bedeutung der Hundehaltung ist unbestritten. Hunde brauchen jedoch genügend Auslauf ohne Leine; dies fördert die Sozialisierung der Hunde und ist eine Forderung der eidgenössischen Tierschutzgesetzgebung.

Zwar besteht laut der basel-städtischen Hundeverordnung keine generelle Leinenpflicht. Jedoch müssen Hunde zwischen 22.00 Uhr und 06.00 Uhr, in Restaurants, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf stark frequentierten Strassen und Plätzen sowie auf Märkten an der kurzen Leine geführt werden. Da in Basel viele Orte stark frequentiert sind, fehlen Möglichkeiten, Hunde grosszügig, konfliktfrei und gefahrlos frei laufen zu lassen. Zudem ist Hunden der Zutritt zu den städtischen Parks und zu Kinderspielplätzen generell verboten. Hunde, welche mangels Freilauf dauernd an der Leine geführt werden, entwickeln ein gestörtes Sozialverhalten, sind verunsichert und können so die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen.

Zonen, in welchen ein angemessener Hundefreilauf möglich und erlaubt ist, sind hauptsächlich in der Peripherie der Stadt und in den umliegenden Gemeindegebieten zu finden. Für Hundehaltende, welche im Zentrum der Stadt wohnen, ist es deshalb schwierig, Freilaufzonen innert nützlicher Frist zu erreichen. Für betagte und gebrechliche Hundehaltende und für Familien mit Kleinkindern und Hund ist die Situation noch schwieriger.

Erweiterung Hundeareal 2013

Das Veterinäramt des Kantons Basel-Stadt, die Stadtgärtnerei Basel und das Stadtteilsekretariat Kleinbasel haben im Juni 2013 die Erweiterung des 2012 entstandenen Hundeareals Horburgpark eröffnet. Die drei Partnerorganisationen haben aufgrund der positiven Entwicklung und regen Nutzung des Hundeareals entschieden, die Fläche für den Freilauf der Hunde zu verdoppeln und mit vier hundegerechten Installationen von in Basel ansässigen Künstlerinnen und Künstlern attraktiver zu gestalten. Zudem wird neben der bisherigen Hundebadezone beim Tinguely-Museum ein neuer Bereich am St. Alban-Rheinweg freigegeben.

Der 2012 entstandene Begegnungsort für die Hundehalterinnen und Hundehalter und natürlich auch für die Hunde wird gut besucht und erfreut sich grosser Beliebtheit.  Auch die Akzeptanz der anderen Parknutzerinnen und -nutzern ist nicht nur sehr hoch, sondern das Hundeareal wird von allen als Gewinn für die Lebensqualität im Quartier betrachtet.

Nach der Abklärung der Bedürfnisse der verschiedenen Parknutzenden haben die beteiligten Partner entschieden, die Hundearealfläche zu verdoppeln und mit zusätz-lichen Spielgeräten für die Hunde auszustatten. Mit den Installationen von Martina Schnyder, Tina Z’Rotz, Lara Gysi und Daniel Kurth sowie Paweł Ferus sind spannende Objekte im Hundeareal zu sehen, welche nicht nur den Hunden Spass bereiten, sondern auch den Parkbesuchenden etwas fürs Auge bieten. Die Objekte wurden bereits im Rahmen der Museumsnacht 2013 im Ausstellungsraum Klingental gezeigt.

Ob Park oder Badestelle am Rhein – an beiden Orten ist entscheidend, dass die Nutzerinnen und Nutzer respektvoll miteinander umgehen und sich an die geltenden Regeln halten. 

Pilotphase Hundespielzone im Horburgpark 2012

Seit dem Kleinbasler Stammtisch im Jahr 2010 zum Thema „Hunde an der langen Leine?“ thematisierte das Stadtteilsekretariat Kleinbasel den Mangel an Möglichkeiten für angemessenen Hundefreilauf in der Stadt Basel, in den Grünanlagen und am Rhein. Dass Hunde nachweislich einen sehr positiven Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit der Haltenden und hier insbesondere der älteren Menschen hat, darf nicht unterschätzt werden.

Das Stadtteilsekretariat hat deshalb in Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt und mit der Stadtgärtnerei als Pilotprojekt im Horburgpark einen eingezäunten Hundespielplatz eingerichtet. Dank einem separaten Zugang wird dem Sicherheitsbedürfnis der übrigen Parkbenutzer Rechnung getragen. Hunde könnten dort ihren Bewegungsdrang ausleben und den wichtigen Sozialkontakt pflegen. Falls sich das Projekt bewährt, könnten künftig weitere Hundespielplätze in anderen Parks ausgeschieden werden.